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Du und dein Geld

Bedürfnisse und Wünsche

Ein Bedürfnis brauchst du wirklich, um gesund, warm und sicher zu leben und zur Schule zu gehen. Ein Wunsch ist schön, aber es geht auch ohne.

1. Stufe12 bis 14 JahreEntwurf: Noch nicht von einer Lehrkraft für Wirtschaft gegengelesen.

Warum

Du bekommst 40 € zum Geburtstag. Kaufst du den neuen Kapuzenpulli, oder brauchst du eigentlich neue Schuhe für den Sportunterricht?

Geld ist irgendwann immer weg. Darum muss jeder wählen: du, deine Eltern, ein Unternehmen und sogar ein Land. Wer zuerst weiß, was wirklich nötig ist, wählt ruhiger und bereut hinterher weniger.

Genau hier beginnt die Wirtschaft. Menschen wollen mehr, als sie bezahlen können. Das nennt man Knappheit. Weil du nicht alles haben kannst, bringst du die Dinge in eine Reihenfolge: zuerst, was du brauchst, dann, was du gern hättest.

Sieh es

Tippe auf eine Karte, um sie unter Bedürfnis oder unter Wunsch zu legen. Sieh, wie sich die Zähler ändern, und lies die Notiz: Bei manchen Karten hängt es von deiner Lage ab.

0 Bedürfnisse, 0 Wünsche, 10 noch nicht sortiert. Tipp auf eine Karte, um sie zu sortieren.
Beschreibung des Bildes

Zehn Karten mit Dingen, für die ein Teenager Geld ausgibt: Essen, eine Winterjacke, Schulsachen, ein Busabo, eine Fahrradreparatur, ein zweites Paar Sneaker, ein Streaming-Abo, ein neues Handy, obwohl das alte noch funktioniert, Süßigkeiten und Kino mit Freunden. Jede Karte kann unter Bedürfnis oder unter Wunsch liegen. Eine Notiz sagt, dass manche Karten von deiner Lage abhängen. Ein Text zählt, wie viele Karten unter Bedürfnis liegen, wie viele unter Wunsch und wie viele noch nicht sortiert sind.

Versteh es

Ein Bedürfnis ist etwas, das du brauchst, um gesund und sicher zu leben und in der Schule mitzukommen: Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf, Kleidung, die passt, Pflege, wenn du krank bist, ein Weg zur Schule. Ohne diese Dinge bekommst du echte Probleme.

Ein Wunsch ist etwas, das dein Leben schöner oder leichter macht, aber es geht auch ohne: ein zweites Paar Sneaker, ein Streaming-Abo, Süßigkeiten, ein Abend im Kino. Wünsche sind nicht schlecht. Es ist schön, wenn du dir ein paar davon leisten kannst. Aber sie kommen nach den Bedürfnissen.

Manchmal hängt es von deiner Lage ab. Eine Fahrradreparatur ist nötig, wenn du jeden Tag mit dem Rad zur Schule fährst, aber ein Wunsch, wenn dein Rad nur am Wochenende benutzt wird. Ein Handy ist für viele Jugendliche nötig, aber ein neues Handy, obwohl das alte noch gut funktioniert, ist ein Wunsch. Auch die teuerste Version von etwas Nötigem ist oft ein Stück Wunsch: Eine warme Winterjacke brauchst du, eine Winterjacke für 250 € nicht.

Weil Geld knapp ist, kostet jede Wahl etwas. Gibst du 15 € fürs Kino aus, kannst du diese 15 € nicht mehr für einen neuen Fahrradreifen sparen. Was du aufgibst, heißt Opportunitätskosten: die beste andere Wahl, auf die du verzichtest.

Eine gute Gewohnheit: Wenn du Geld bekommst, leg zuerst zur Seite, was du brauchst. Was übrig bleibt, darf in Wünsche oder in dein Sparschwein. So stehst du am Monatsende nicht ohne Geld für dein Busabo da.

Die Regel

Zuerst die Bedürfnisse, dann die Wünsche: übrigfürWünsche=Einkommen−Bedürfnisse. Jede Wahl kostet auch die beste andere Wahl, auf die du verzichtest: die Opportunitätskosten.

Gelöstes Beispiel

Fien bekommt 60 € Taschengeld im Monat. Sie bezahlt selbst ihr Busabo für 15 € im Monat und ihr Mittagessen in der Schule, zusammen 28 € im Monat. Wie viel bleibt für Wünsche übrig?

  1. Zähl zuerst die Bedürfnisse zusammen.

    15,00 €+28,00 €=43,00 €

  2. Zieh die Bedürfnisse vom Taschengeld ab.

    60,00 €−43,00 €=17,00 €

  3. Fien kann diese 17 € für einen Wunsch ausgeben oder sparen.

  4. Antwort

    Es bleiben 17,00 € für Wünsche übrig.

Mach es

Wähl eine Stufe. Du bekommst jedes Mal eine neue Aufgabe, die sofort geprüft wird. Beträge auf den Cent genau.

Üben

Welche dieser vier Ausgaben ist ein Wunsch?

Welche dieser vier Ausgaben ist ein Wunsch?
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Fallen

  • Falsch: Alles, was ich sehr gern will, brauche ich auch.

    Ein starkes Gefühl macht aus einem Wunsch noch kein Bedürfnis. Werbung und Freunde können einen Wunsch sehr dringend wirken lassen.

    Richtig: Frag dich, was passiert, wenn du es nicht kaufst. Bekommst du echte Probleme, ist es ein Bedürfnis.

  • Falsch: Wünsche sind schlecht, ich darf nur Bedürfnisse kaufen.

    Ein Leben ganz ohne Wünsche ist auch nicht gesund. Spaß mit Freunden gehört dazu.

    Richtig: Wünsche sind erlaubt, aber erst, wenn die Bedürfnisse bezahlt sind, und nur mit dem, was du hast.

  • Falsch: Etwas ist immer ein Bedürfnis oder immer ein Wunsch.

    Dasselbe Fahrrad ist für die eine ein Bedürfnis und für den anderen ein Wunsch. Auch der Preis spielt mit.

    Richtig: Schau auf deine eigene Lage und auf die günstigste Version, die reicht.

Im Alltag

  • Im Schlussverkauf im Januar und Juli wirkt alles wie ein Schnäppchen. Aber Rabatt auf etwas, das du nicht brauchst, ist trotzdem Geld, das weg ist.
  • Die Leitung einer Jugendgruppe oder der Pfadfinder plant ein Lager mit einem festen Betrag. Zuerst das Essen und der Lagerplatz, erst danach der zusätzliche Ausflug.
  • Wer einen Studentenjob hat, bezahlt manchmal selbst einen Teil des Handyvertrags oder des Busabos. Diesen Betrag legst du jeden Monat zuerst zur Seite.
  • Viele Familien kaufen im Supermarkt zuerst die festen Einkäufe und schauen erst dann, ob noch etwas Leckeres extra in den Wagen passt.

Geschichte

Das Wort Ökonomie kommt vom griechischen oikonomia: die Verwaltung eines Haushalts. Oikos bedeutet Haus. Die alten Griechen meinten damit, wie man ein Haus mit seinen Vorräten, seinem Geld und seinen Menschen gut führt. Zu wählen, was zuerst kommt, gehörte schon dazu.

Am Tisch

Welche drei Dinge in unserem Haus sind echte Bedürfnisse, und auf welchen Wunsch könnten wir am leichtesten verzichten?

Eine Frage zum gemeinsamen Gespräch, für Eltern und Jugendliche. Es gibt keine falsche Antwort.

Fehler entdeckt?

Ein paar Worte genügen. Wir prüfen es und passen es an.

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